Stille der Berge
Wenn du dieses Gemälde betrachtest, spürst du vielleicht sofort die klare Kälte, die zugleich rein und beruhigend wirkt. Du stehst innerlich in dieser weiten, verschneiten Landschaft, und alles um dich herum wird still.
Du nimmst wahr, wie der Nebel die Bäume sanft umhüllt, als wolle er sie schützen. Vielleicht erinnert dich das daran, dass du nicht immer alles klar sehen musst. Manchmal ist es in Ordnung, wenn die Dinge weich und verschwommen bleiben – sie dürfen sich in ihrem eigenen Tempo zeigen.
Dein Blick gleitet weiter zu den Bergen, deren Spitzen sich nur zart aus dem Nebel heben. Sie wirken stark und doch friedlich. Vielleicht spürst du, wie auch in dir solche stillen Berge existieren: innere Orte, an denen du Halt findest, selbst wenn der Weg dorthin im Moment noch von Nebel bedeckt ist.
Der Himmel über dir ist weit, ruhig und kühl. Seine Blautöne laden dich ein, tief durchzuatmen, als würdest du die Klarheit des Himmels in deinen eigenen Körper aufnehmen. Während du atmest, bemerkst du, wie sich die Stille in dir ausbreitet – langsam, sanft, ohne Druck.
In dieser winterlichen Weite darfst du dich selbst ein Stück leichter fühlen. Du musst nichts festhalten, nichts erklären. Du darfst einfach da sein, so klar oder so neblig, wie der Moment es zulässt.
Original Aquarellgemälde von Alona Hahn