Der Weg zur Stille
Wenn du dieses Gemälde betrachtest, lädt es dich ein, langsamer zu werden. Du spürst vielleicht, wie dein Blick sanft dem hellen Weg folgt, der in der Ferne im Licht verschwindet. Nichts drängt, nichts fordert etwas von dir — der Raum öffnet sich einfach.
Du bemerkst, wie die trockenen Strukturen des Bodens und die weichen, warmen Farben des Herbstlaubs miteinander sprechen. Vielleicht erinnerst du dich daran, dass auch du verschiedene Schichten in dir trägst: mal rau, mal zart, und doch gehört alles zusammen.
Wenn du weiter schaust, fällt dir auf, wie viel Platz der Himmel einnimmt. Er wirkt ruhig und weit, fast so, als würde er dir Zeit schenken. Vielleicht spürst du beim Betrachten sogar, wie sich etwas in dir löst — ein Atemzug, der tiefer wird, ein Gedanke, der leiser wird.
Und während du dich in diesem Bild aufhältst, merkst du vielleicht, dass du bereits ganz da bist: im Hier, im Jetzt, in diesem Augenblick.
Original Aquarellgemälde von Alona Hahn